Darß-Festspiele e.V.
Chausseestraße 64
18375 Born a. Darß

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Tel.: 030-201 696 007

Darß-Festspiele 2016

THEATER - KONZERTE - KABARETT

Die Darß-Festspiele laden seit 2003 zu Theater und Konzerten auf dem Darß ein. Neben verschiedenen Episoden der „Darßer Schmuggler“, nach einer Erzählung des Darßer Heimatdichters Johann Segebarth, waren in den letzten Jahren auch Adaptionen bekannter Komödien zu erleben, wie „Pension Schöller“ oder „Dat Weiße Rössl“. Inhaltlich stehen die Inszenierungen immer im Bezug zur Pommerschen Küste.

Unterstützt und gefördert von der Gemeinde Born!

Die Darß-Festspiele werden von der Kurverwaltung der Gemeinde Born in vielfältiger Art und Weise unterstützt. Dies reicht von der Hilfe bei Auf- und Umbauarbeiten der Bühne bis hin zur anteiligen finanziellen Förderung gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen und dem Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Am 04. August: Uwe Steimle zu Gast bei den Darß-Festspielen

Ein Intervie mit der Ostsee-Zeitung

 

„Lieber schwierig als schmierig“

Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle kommt am Donnerstag mit seinem Programm nach Born

Kabarettist Uwe Steimle

Kabarettist Uwe Steimle

Born Er nennt Politiker „arbeitsscheues Gesindel“ und bezeichnet sich selbst als Pazifisten und Putin-Versteher: Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle aus Dresden spielte 15 Jahre lang den Hauptkommissar im „Polizeiruf 110“ und ist der Erfinder des Wortes Ostalgie. Am Donnerstag kommt er mit seinem neuen Programm „Heimatstunde“ auf die Freilichtbühne nach Born. Mit der OZ sprach er über seinen Auftritt, den Ekel vor Quallen und warum er erst spät zum Ostsee-Liebhaber wurde.

Ein Abend mit Uwe Steimle

Wo? Freilichtbühne Born

Wann? Donnerstag um 20 Uhr

Was? Kabarett „Heimatstunde“

Sie haben wirklich noch nie auf Fischland-Darß-Zingst Urlaub gemacht?

Uwe Steimle: Nein, am Donnerstag bin ich erstmals da und ich kann das auch erklären. Zu DDR-Zeiten haben meine Familie und ich nie einen Ferienplatz an der Ostsee bekommen und wir wollten nicht in einem Hühnerstall untergebracht werden. Deswegen wurde ich erst nach der Wende zum Ostsee-Liebhaber. Ich verbringe auch meinen diesjährigen Sommerurlaub auf der Insel Hiddensee.

Sie lieben den Strand, obwohl Sie sich vor Quallen ekeln.

Steimle: Sehr sogar. Wenn jemand eine Erfindung gegen diese Tiere machen würde, hätte er meiner Meinung nach einen Nobelpreis verdient.

In Ihren Programmen imitieren Sie immer Erich Honecker. Auf was müssen sich Ihre Gäste gefasst machen?

Steimle: Oh nein, ich imitiere Honni nicht, sondern ich interpretiere ihn. Ich mache ihn klüger als er war! Meine Zuhörer können sich auf eine Entdeckungsfahrt gefasst machen. Aber wenn mir keiner zuhört, überlebe ich das auch.

Sie nennen sich „Diener des Publikums“. Was hat das zu bedeuten?

Steimle: Jeder Abend ist anders. Ich habe zwar ein Grundgerüst, auf das ich zurück greife, aber ich gehe stets auf mein Publikum ein.

Und Sie sind recht schonungslos!

Steimle: Finden Sie? Weil ich Po- litiker als arbeitsscheues Gesindel bezeichne? Das sind sie nun mal. Ich sage Ihnen, jeder Optiker in Ribnitz-Damgarten hat mehr Durchblick als die Politiker. Es traut sich nur niemand auszusprechen.

Ein Kritiker sagte einmal über Sie, dass man nie wisse, wie viel Ernst in Ihren Witzen steckt. Wie ernst sind Ihre Späße denn nun gemeint?

Steimle: In jedem Witz liegt etwas Tragik. Ich möchte niemandem vorschreiben, was er denken soll oder moralisieren. Ich weise zwar auf Wunden hin, aber ich schließe sie nicht.

Was für Wunden meinen Sie?

Steimle: Mein Programm heißt zwar „Heimatstunde“, aber zur Heimat gehört auch das, was zurzeit in der Welt geschieht. Manchmal habe ich die Sorge, dass ich bald arbeitslos werde, weil die Politiker heutzutage wohl die besten Kabarettisten und Schauspieler sind.

Was macht Ihnen Sorgen?

Steimle: Dass viele Menschen aufgegeben haben und sich nicht genug informieren. Wer sagt, dass er mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin nicht einverstanden ist, ist entweder gleich ein Nazi oder kommt aus Dresden. Ich sage ganz offen, dass Deutschland Millionen Euro in die Rüstungsindustrie steckt und dass die Menschen, die nun hier aufgenommen werden, vor Waffen flüchten, die auch aus Deutschland kommen. Wenn man das so betrachtet, ist das Aufnehmen der Kriegsflüchtlinge keine Barmherzigkeit, sondern Heuchelei.

Das klingt, als erwarte Ihre Gäste in Born kein besonders witziger Abend.

Steimle: Oh doch! Ich erzähle ja auch viele schöne Geschichten über nette Menschen, denen ich begegnet bin. Die Kunst des Lebens ist, den Alltag zum Fest zu erheben.

Zum Abschluss: Wie sieht denn ein perfekter Urlaubstag für Sie aus?

Steimle: Vor dem Frühstück mit meinem Hund am Strand entlang laufen. Mein Hund ist wie ich: schwer erziehbar. Er passt zu mir, denn ich sage immer: lieber schwierig als schmierig. Im Urlaub lege ich am liebsten eine disziplinierte Faulheit an den Tag.

Interview von Carolin Riemer

Ab Sommer 2016 ist der gesamte Zuschauerraum überdacht

Mit Unterstützung der Gemeinde Born und des

Lions Club Ribnitz-Damgarten wird eine neue Überdachung gebaut, die den gesamten Zuschaueraum überspannt. Ab Sommer 2016 werden die Besucher der Festspiele also im Trockenen sitzen und in der Hitze der Nachmittagsvorstellungen vor der Sonne geschützt sein.

Ab sofort gibt es wieder Geschenkgutscheine zu kaufen!

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Die Geschenk-Gutscheine sind für alle Aufführungen der Darß-Festspiele gültig (bei der Inszenierung "Die Heiden von Kummerow" - Platzgruppe "A"). Sie können Sie bei jeder Aufführung der Darß-Festspiele in der gebuchten Höhe einlösen. Sie können den Gutschein auch unkompliziert selbst ausdrucken und so auch kurzfristig ein unvergessliches Geschenk "zaubern". 

 

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Die Heiden von Kummerow 4 - "Himmel, Arsch und Zwirn!"

Auch in diesem Jahr wird es eine weitere Episode der "Heiden von Kummerow" geben. Es geht um die Liebe. Überall im Dorf finden sich Paare, die durch Amors Pfeil getroffen, die merkwürdigsten Verhaltensweisen zeigen. Dabei ergeben sich auch ungewöhnliche Verbindungen und Feindschaften. Der Kampf ums andere Geschlecht prägt plötzlich das dörfliche Leben. Natürlich geht es dabei nicht bierernst zu. Vielmehr ergeben sich höchst komische Konstellationen und Situationen. Dieser „Sommernachtstraum“ in seinem pommerschen Dorf treibt Pastor Breithaupt an den Rand des Wahnsinns. Ganz Kummerow scheint liebestoll zu sein. Von den Kleinsten bis zu den Alten - die Kummerower machen dem Hüter der Moral das Leben schwer. Pastor Breithaupt scheinen seine Schäflein beinahe zu entgleiten - "Himmel, Arsch und Zwirn!"